Juni 2011 – im DOMO 520 Life (Modulation: 520 Life im 590’er)

„nach 17.000 km und 40 Tagen in unserem Domo hier der versprochene Erfahrungsbericht: 

Juni 2011 – im DOMO 520 Life (Modulation: 520 Life im 590’er)

Die gewählte Raumaufteilung und die Ausstattung entsprechen unseren Bedürfnissen und haben 
sich zu 100 % bewährt; wir würden das Auto genauso wieder bestellen.

Die Optik des Ausbaus gefällt uns sehr gut, denn dieser bildet eine Einheit mit dem Fahrerhaus des
Basisfahrzeugs, sowohl hinsichtlich der Formen, als auch der Farben, Stoffe und sonstigen
Oberflächen-Materialien.

Die Konstruktion der einzelnen Elemente zeugt von hohem technischen Können, großer Erfahrung
und innovativen Ideen. Die Verarbeitungsqualität ist bis in die Details sorgfältig und professionell. Es
kommen durchweg Materialien von hoher Qualität zum Einsatz. Klapper- und Knarzgeräusche sind
auf normalen Straßen völlig abwesend. Wenn doch einmal etwas zu hören ist, fährt man gerade über
Kopfsteinpflaster oder einen Bahnübergang – oder hat sein Ladegut nicht richtig verstaut. Auch der
Schiebetür des Basisfahrzeugs gebührt Aufmerksamkeit. Einen akustischen Quälgeist hatten wir nach
langem Suchen dort lokalisiert. Etwas WD 40 auf die Verriegelungsstifte gesprüht, und es herrsche
Ruhe (und Frieden).

Die Isolation der Außenhülle des Fahrzeugs sorgt für große Ruhe. Das für einen Kastenwagen
zunächst einmal typische Dröhnen wird weitestgehend absorbiert. Die thermische Isolation, auch
dank der Lamellen-Vorhänge (die Plissees – Redaktion), ist gut. Eine Schwachstelle ist, wie nicht
anders zu erwarten, das Fahrerhaus mit seinen großen Fensterflächen. Ist aber erst einmal der
Verdunkelungs-Vorhang aufgehängt, spürt man sofort eine deutlich bessere Dämmung. Probleme
mit Kondenswasser hatten wir bisher nicht. Lediglich an den Fenstern kann sich in geringem Maß
Wasser niederschlagen, das aber nach Entfernen der Verdunklung durch die geheizte Raumluft
umgehend absorbiert wird.

Der Wohnraum wirkt angenehm großzügig, zum einen durch die gerundeten und dadurch nicht
wuchtig wirkenden Einbauten, zum anderen durch die raffinierten Funktionsüberlagerungen, die den
Platz schaffen, den man gerade braucht. Beispiel: Das Hubbett, eine geniale und tadellosen
Liegekomfort bietende Konstruktion, deren 2,6 qm Fläche tagsüber einfach unter dem Dach
verschwindet. Dass die Stehhöhe darunter 1,75 m beträgt ist in der Praxis für meine 1,86 m kein
Problem (für meine Frau sowieso nicht), da man sich in diesem Bereich in der Regel sitzend aufhält.
Auch das Heckbett ist komfortabel (hier steht aber noch ein Versuch mit Froli-Elementen aus), und es
kann tagsüber als zusätzliche Ablagefläche genutzt werden.

Es sind mehr als reichlich Stauräume vorhanden, die sich gut nutzen lassen. Gummischnüre, Haken,
Stangen, Netze, Verzurrschienen und -ösen erleichtern das sichere Verstauen und erlauben eine
perfekte Raumausnutzung. Die Riegel der Türen und Klappen sind stabil und sicher, sie lassen sich
angenehm leicht betätigen.

Das Bad ist so kompakt wie pfiffig und funktioniert überraschend gut. Das gilt für alle
Funktionsbereiche: Klappbares Waschbecken, Spiegelschrank, Thetford-WC, Dusche; bei letzterer
ist lediglich darauf zu achten, dass die zweiteilige Duschwanne richtig ausgezogen und positioniert
wird und die Dichtungen korrekt anliegen; dann ist unbeschwertes Duschen möglich – auf den
Fußboden gelangen allenfalls ein paar Wassertropfen. Kleines WC-Problem: Kontrolleuchte für
Abwassertank zeigt „leer“ korrekt an, aber dann immer „halb voll“, auch wenn schon „ganz voll“.

Juni 2011 – im DOMO 520 Life (Modulation: 520 Life im 590’er)

Die kompakte Küche mit zwei Gasflammen und einer Spüle funktioniert problemlos und ist für uns
Gelegenheitsköche völlig ausreichend. Sehr schön und praktisch der mit einer Klappe versehene
Oberschrank, in dem sämtliche benötigten Utensilien Platz finden. Wichtiger ist für uns die
Kaffeemaschine, die sehr präzise und millimetergenau in das Fach über dem Kühlschrank eingebaut
wurde. Dieser ist in angenehmer Höhe montiert, mehr als ausreichend groß und erbringt eine einem
Haushaltsgerät ebenbürtige Kühlleistung. Zudem ist er kaum zu hören.

Das Füllen des Frischwassertanks geschieht problemlos, der Einfüllstutzen ist gut zu erreichen. Die
Ver- und Entsorgung des Wc’s erfordert, ein Tribut an den Fahrzeug-Grundriß, ein paar
Verrenkungen. Aber beim zweiten Mal geht’s schon besser, und beim dritten Mal ist es normal. Die
Gelenkigkeit fördernd ist der tiefe zum Erreichen der Ablaßhähne der Wassertanks notwendige
Kniefall. Eher eine verdiente Verneigung vor dem Fahrzeug.

Die kombinierte Diesel-Elektro-Heizung (Webasto DUAL TOP RHA 102 – Redaktion) haben wir bei
Außentemperaturen bis minus 2 Grad betrieben. Im Diesel-Betrieb dauert es ein paar Minuten, bis
Wärme geliefert wird, aber dann sehr kräftig. Anfangs hört man ein Knacken, Knistern und Rauschen,
ist jedoch die gewünschte Raumtemperatur erreicht, was sehr schnell geht, ist allenfalls ein leises
Gebläse-Säuseln zu vernehmen. Wir haben die Diesel-Heizung bei Außentemperaturen von knapp
über null Grad 12 Stunden durchlaufen lassen; der Kraftstoffverbrauch war kaum messbar, geschätzte 3 Liter.

Der Strom-Modus hat zwei Leistungsstufen: Stehen mindestens 10 Ampere zur
Verfügung, bekommt man, selbst bei Temperaturen knapp über null Grad, mit 2000 Watt problemlos
den Innenraum angenehm warm. Bei 6 Ampere, wie häufig in z. B. Frankreich und Italien, kann man
immer noch die 1000 Watt-Stufe nutzen. Liegen die Außentemperaturen nicht unter 10 Grad, kommt
man auch damit zurecht; auf jeden Fall wird vermieden, dass das Auto nachts zu sehr auskühlt. Die
Warmluftverteilung war anfangs nicht optimal. Je zwei Austrittöffnungen im hinteren Laderaum und
unter der Sitzbank bewirkten einen unharmonische Warmluftverteilung: Hinten zu warm, vorne zu
kalt. Die Reduzierung des Querschnitts der Austrittöffnungen im Laderaum um 75 % sorgte für
Abhilfe; jetzt ist es im Fahrzeug annähernd gleichmäßig warm.

Die Beleuchtung des Wohnraums ist ausgesprochen komfortabel: 5 Deckenleuchten, je eine Leuchte
in Kleiderschrank, Küche und Bad sowie 5 Schlangenhals-Leseleuchten lassen keinen Wunsch offen.
Außerdem stehen noch die Leuchten im Fahrerhaus zur Verfügung. 

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Das große Dachfenster ist leicht zu bedienen und bringt viel Licht und Luft ins Fahrzeug. Allerdings ist
es tagsüber zur Hälfte vom Hubbett verdeckt. So gesehen hätte auch die kleinere Ausführung
gereicht. Andererseits ist es sehr schön, wenn man vom Bett aus in die Sterne gucken kann. Wir
würden also doch wieder das größere nehmen. Noch wichtiger für das Wohlbefinden ist das kleine
Dachfenster mit Ventilator im Bereich Küche/Dusche. Dieses Gerät schafft sehr wirkungsvoll Hitze,
feuchte Luft und Küchendunst nach draußen. Öffnet man gleichzeitig das große Dachfenster oder ein
anderes Fenster einen Spalt, erreicht man einen Luftaustausch in kürzester Zeit. Im Zubehörhandel
gibt es Lüftungseinsätze für die Fenster in Fahrer- und Beifahrertür. Sie sind regen- und
einbruchssicher und verfügen außerdem über Mücken-Netze. Wir werden diese jetzt mal
ausprobieren. In Verbindung mit dem Dachlüfter dürfte eine besonders wirkungsvolle und
mückenfreie Durchlüftung des gesamten Fahrzeugs möglich sein.

Ganz wichtig: Der Tisch! Verstellbar, stabil, groß genug, um komfortabel essen oder eine Landkarte
ausbreiten zu können. Verbesserungsvorschlag: Wäre der Tischfuß nicht so sportlich hellgrau,
sondern gediegen anthrazit, würde er zum Innendesign des Fahrzeugs viel besser passen (kann man
ihn lackieren?)

Die Sitzbank ist erstaunlich bequem dank der angenehmen Polsterung und vor allem der Neigung der
Lehne. Viel Stauraum unter der Bank und hinter der Lehne. Einziger Kritikpunkt: Für kleine und
normalgroße Menschen sind die oberen Befestigungspunkte der Sicherheitsgurte zu hoch angebracht
(und leider nicht verstellbar). 

Es war eine gute Idee, den stärkeren Wechselrichter zu nehmen. Er treibt problemlos die
Kaffeemaschine mit 1250 Watt oder einen Staubsauger mit 1500 Watt.

Juni 2011 – im DOMO 520 Life (Modulation: 520 Life im 590’er)

Zum Stromkabel für externe Stromversorgung ein Verbesserungsvorschlag: 3 x 2,5 qmm mit GummiUmmantelung nehmen. Das vorhandene 3 x 1,5 qmm-PVC-Kabel wird bei Kälte biegesteif und ist
mechanisch nicht hoch belastbar (z. B. Überfahren).

Ein besonderes Lob für die guten Fahrzeugunterlagen und die informative Website. Da kann man ein
Problem auch mal selbst beseitigen.

Zum Basisfahrzeug, dem Mercedes Sprinter 219 CDI:

  • Gut abgestimmtes Fahrwerk mit verstärkten Stoßdämpfern, härteren Hinterfedern und 
  • Stabilisator vorn („Fahrwerksanwendung A“ – Redaktion)
  • sehr guter Fahrkomfort, das Fahrzeug ist langstreckentauglich 
  • leise, Motorgeräusch gut gedämmt, kaum Abrollgeräusche 
  • exzellente Serien-Fahrer- und Beifahrerkomfortsitze (mit Lordosenstützen und Sitzheizung) 
  • sichere Straßenlage 
  • standfeste Bremsen 
  • leistungsfähige, zugfreie Klimatisierung 
  • perfekte Ergonomie, einfache und sichere Bedienung 
  • beste Material- und Verarbeitungsqualität 
  • angenehme sachliche, wohltuend zurückhaltende Innenraumgestaltung ohne DesignFirlefanz (Wurzelnuß usw.)
  • handlich durch kleinen Wendekreis, prima Sicht durch hohe Sitzposition und Außenspiegel ohne toten Winkel, Parktronic empfehlenswert 
  • perfekter Antriebsstrang: 3 Liter-6 Zylinder Diesel mit hohem Drehmoment, 5-GangAutomatik, lange Achsübersetzung (i=3,692)
  • moderater Kraftstoffverbrauch: Landstraße 10 Liter, Autobahn bei max. 120 km/h 11-12 
  • Liter, im Schnitt nicht über 11 Liter 
  • Zubehör: Sehr gutes Radio Sound 5 mit UKW, LW, MW und KW – Deutsche Welle in fast ganz Europa hören!
  • Weitere empfehlenswerte Sonderausstattungen: Lenkrad verstellbar, 100-Liter-Tank, Licht-und Regensensor, Bandfilter in Frontscheibe, Airbag Beifahrer, Klappdeckel für Ablagefach,Komfortsitze, Heizung und Armlehnen für Fahrer- und Beifahrersitz, Klimaanlage, Tempomat


Soviel für heute.

Grüße nach Lübeck!

PS: Wegen 2 oder 3 Kleinigkeiten, die ich wahrscheinlich selbst in Ordnung bringen kann, wozu ich
aber Ihren Rat brauche, werde ich mich demnächst melden.“

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