September 2011 – im DOMO 520 Business

Unseren Domo 520 B haben wir nunmehr seit zweieinhalb Monaten, 8.000 km und 27 Übernachtungen.
Einsatzgebiet:

  • Urlaubsfahrzeug
  • Wochenendausflugslaster
  • PKW-Ersatz

Zunächst zum Fahrzeug selbst.
Der Sprinter 216 mit kurzem Radstand, 163 PS und Automatik ist sehr komfortabel und sicher im
Handling. Die Bedienung besticht durch Ihre Einfachheit. Die so häufig beschriebene intuitive
Bedienung ist auch hier gegeben, gerade dadurch, weil einfach nicht viel da ist, zum Bedienen.
Reinsetzen, fahren, fertig.
Die anfängliche Ehrfurcht vor einem solch großen Wagen (für mich war der erst wirklich groß!), wich
Respekt und schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich in meinem "Laster" sicher und souverän. Bis jetzt
habe ich auch von dem Heckantrieb und dem daraus möglichen großen Lenkeinschlag nur Gutes zu
berichten. Der Wagen ist super wendig, was gerade beim Verfahren in kleinen Bergstraßen ganz
hilfreich ist und das tägliche Ein- und Ausparken wird eh zum Kinderspiel. Nicht zuletzt muss man
auch bedenken, dass gerade auf Steigungen, vielleicht noch bei Feuchtigkeit oder Nässe und voll
beladen, die Vorderachse schon mal leicht werden kann und die Traktion damit dünne. Die
Kombination aus Automatik, Anfahrassistent, Antriebsschlupfregelung, ESP und Heckantrieb lässt
hierbei keine Schweißperlen auf der Stirn hervortreten und sorgt für ein sicheres Gefühl.

DOMO 520 Business

Aber eines möchte ich an dieser Stelle aber aus meiner persönlichen Sicht klar hervorheben:
Dieses Fahrzeug ist ein sehr komfortabler und leicht zu bedienender Transporter! Häufig wird er als
PKW-gleich oder ähnlich beschrieben. Das ist definitiv nicht der Fall, es sei denn, der letzte PKW den
man fuhr, war ein Mercedes Benz W123 mit defekten Stoßdämpfern! Das ist bestimmt keine Kritik,
aber "Transporteranfänger" sollten meiner Meinung nach hier nicht blauäugig heran gehen und die
erste Autobahnausfahrt wider Willen einfach mal geradeaus fahren, weil der Sprinter vielleicht doch
anders fährt, als die gewohnte C-Klasse.
Ein Auto, das höher ist als breit, dass drei bis dreieinhalb Tonnen bewegt und Reifen drauf hat, wo so
mancher Polo größere Schlappen fährt (es gibt auch 235’er Reifen – Redaktion), kann sich nicht "wie ein PKW"
verhalten. Das merkt man spätestens bei der ersten optimistischen Kehre im Harz bei 12% Gefälle.
Das Ding schiebt. Also kurz: Sicher der beste Transporter, aber sicher kein PKW!

Die Statistiker mögen es mir nachsehen, aber den Verbrauch gebe ich mal mit guten 10 Litern auf
100 km an. Die Heizung läuft wie zu Hause. Auch hier wieder dicker Daumen: 1 Liter Diesel enthält
rund 10 kWh, 5 KW bringt die Heizung, Verbrauch also nach eigenem Gusto und Paare können sich
trefflich streiten, ob der hohe Verbrauch tagsüber am Bleifuß des Herren oder des Abends am Eisfuß
der Dame lag. Wir haben uns diese Listenführung erspart. 500 km fuhren wir im Schnitt mit 48-52
Liter Diesel, mit Heizung und ohne Heizung.

Das Navi ist gut und praktisch, einfach in der Bedienung und man muss nicht jede Funktion bis ins
Detail beherrschen, um sicher navigieren und Radio hören zu können. Die Basics hat man schnell von
allein raus, das eine oder andere liest man in der Anleitung nach und wie viel Meter ich über dem
Meeresspiegel bin, interessiert mich meist nur am Strand in Sankt Peter Ording und da hoffe ich auf
einen Wert größer 0. Hier also auch nur Gutes zu berichten. Kamera, DVD (kann man bei einer
Vollsperrung auf der Autobahn wirklich mal gut haben, auch wenn es zunächst überflüssig erscheint),
Navi, Radio, iPhone. Alles genutzt, alles super und was nicht zu unterschätzen ist: Schaut man von
Außen durch die Seitenscheibe: Es sieht nach nichts aus. Fein.

der Dame lag. Wir haben uns diese Listenführung erspart. 500 km fuhren wir im Schnitt mit 48-52
Liter Diesel, mit Heizung und ohne Heizung.
Das Navi ist gut und praktisch, einfach in der Bedienung und man muss nicht jede Funktion bis ins
Detail beherrschen, um sicher navigieren und Radio hören zu können. Die Basics hat man schnell von
allein raus, das eine oder andere liest man in der Anleitung nach und wie viel Meter ich über dem
Meeresspiegel bin, interessiert mich meist nur am Strand in Sankt Peter Ording und da hoffe ich auf
einen Wert größer 0. Hier also auch nur Gutes zu berichten. Kamera, DVD (kann man bei einer
Vollsperrung auf der Autobahn wirklich mal gut haben, auch wenn es zunächst überflüssig erscheint),
Navi, Radio, iPhone. Alles genutzt, alles super und was nicht zu unterschätzen ist: Schaut man von
Außen durch die Seitenscheibe: Es sieht nach nichts aus. Fein.

DOMO 520 Business

Der Wohnaufbau ist hübsch, edel und praktikabel. Vorn begonnen:
Die Halbdinette mit unseren drei Sitzen (Fahrer-, Beifahrer- und dritter Sitz) (DOMO 520 Business mit einem
Pilotensitz – Redaktion) ist für zwei Personen top. Der normale Tisch genügt von der Fläche total, auch
wenn's mal mehr gibt, als Ravioli aus der Dose. Die Sitze sind bequem, die Polster und vor allem der
Stoff sind absolut pflegeleicht und fleckenresistent. Hier ist wirklich nur schade, dass die volle
Funktion des dritten Stuhls leider noch nicht gegeben ist. Das ist zumal von daher ärgerlich, als dass
somit der Aufstieg in das Hubbett erschwert wird.

Das Hubbett besteigen wir folglich über eben diesen Sitz. Wichtig: Die Verdunkelung der Dachluke
nach dem Einstieg zuziehen, da man sonst gern mit dem Kopf dort an eckt. Bei der Suche nach der
optimalen Schlafposition lagen wir zunächst mit dem Kopf in Fahrtrichtung. Vorteil: Die Kopfkissen
fallen auch bei Wühlschläfern nicht hinunter. Nachteil: Eben diese Wühlschläfer stoßen gern mal mit
dem Kopf an das Dach oder die Brillenablage am Himmel.

Dieses Teil ist im Übrigen absolut überflüssig (leider nicht aussteuerbar – Redaktion). Während der Fahrt kann
man es nicht nutzen, da es vom Bett verdeckt wird. Nachts stößt man sich wahlweise den Kopf oder
die Füße daran. Zumindest anfänglich. Schlafposition final: Kopf nach hinten. Das Kissenproblem
wurde durch ein Zweitkissen gelöst, die klappbaren Verbreiterungen sind optimal nutzbar in dieser
Position. Der Vorhang ist prima. Hier spar ich mir einmal die Beschreibung. Es ist ein Vorhang der toll
vor der Scheibe hängt. Auftrag erfüllt. Mehr soll er nicht, mehr macht er nicht, mehr braucht man
nicht.

Weiter nach hinten. Einstieg durch die Schiebtür. Wir haben auf die Omnistep verzichtet, kommen
trotzdem prima rein und haben einen Tick mehr Bodenfreiheit. Hier war weniger für uns mehr. Dann
folgt auf der rechten Seite das Beistellschränkchen mit dem Kleiderschrank im Anschluss. Die
Schränke sind sehr schick und funktional. Die Klappen klappen und klappern nicht. Alles gut und der
Lichtschlauch im Kleiderschrank ist nicht nur hübsch, sondern auch praktisch. Das
Beistellschränkchen hat sich zudem als Nachtschrank für den Schläfer auf der Beifahrerseite bewährt
und man bekommt hier mehr unter, als man zuerst denken würde.

Die Beleuchtung ist echt hell im Laster, wenn alle sechs Spots an sind. Wir haben im Dunkeln am See
den Fehler begangen, "nurmal kurz" bei offener Schiebetür etwas zu suchen und wir hatten im Nu
den Wagen gefüllt mit einer Insektenvielfalt, dass wir eine Reportage für den Discovery-Chanel
hätten drehen können. Hier konnten die Schrankoberflächen auch gleich ihre Pflegeleichtigkeit unter
Beweis stellen, denn nicht alle Bewohner der Nacht nahmen freiwillig den Weg nach draußen.
Feuchtes Papiertuch und der Wagen ist wieder sauber.

Das Bad gestaltet sich als sehr funktionell. Lediglich die Dusche haben wir im Wagen noch nicht
benutzt. Beim Waschbecken sollte man vorm Hochklappen noch darauf achten, dass das Wasser
restlos abgelaufen ist. Klingt logisch, ist logisch, aber ich bin mir sicher, ich werde nicht der Letzte
gewesen sein, der in einem kurzen Augenblick der Unachtsamkeit einfach nach dem Zähneputzen
kurz nochmal den Boden wischt.

Der Magnet des Duschvorhangs schnellt manchmal recht rasant zurück, wenn man die
Magnetschiene nicht bündig aneinander fügt. Diese könnte etwas fester sein, denn man erschreckt
sich doch ganz ordentlich, auch wenn nichts kaputt geht.

DOMO 520 Business

Aber auch hier greift das Raumkonzept wieder optimal, lässt man den Vorhang offen. Denn man hat
in dem kleinen Wagen Platz satt und man kann gerade in der kurzen Variante sehr gut den Tisch mit
in die Funktion mit einbeziehen, sodass man praktisch im morgendlichen "Waschmodus" ein
Raumbad bis zu den Vordersitzen hat. Gleiches gilt für die Küche bei eingeklappter Badtür. Das
Induktionsfeld ist absolut praktisch. Es macht nichts, wenn man es aus Versehen beim Wischen oder
ähnlichem anschaltet, es wird ja nichts heiß. Zum Frühstücksei kochen oder eine Dose aufwärmen ist
es ideal und für alles andere haben wir einen Kartuschenkocher und einen Holzkohlegrill dabei.

Der einzige Kompromiss ist hierbei dann stets, dass sich der nicht Waschende oder der nicht
Kochende auf den Vordersitzen platziert, Müll weg bringt, die Toilette entleert und reinigt (Top
Zugang durch die Heckklappe) oder einfach draußen am mitgelieferten Klapptisch auf den ebenfalls
mitgelieferten Stühlen Platz nimmt und auf das Essen wartet. Dann steht man sich nicht im Weg und
der Raum ist optimal genutzt. Es geht natürlich mit etwas "Übung" auch zu zweit. Da ist Campen
dann ein wenig wie Tanzen. Am Anfang holperig und man tritt sich auf die Füße, mit der Zeit wird’s
eingeschwungen und man legt seinen Rhythmus an den Tag, das alles glatt durchläuft. Paare, bei
denen sich der Rhythmus par tout nicht einschwingt gehen dann doch lieber wieder wie oben
beschrieben vor.

Wir haben uns für einen großen Wechselrichter entschieden und die große AGM-Batterie. Diese
Kombination ist zwar nett und praktisch, aber nur eingeschränkt nutzbar. Wer sich hier für einen
großen Wechselrichter entscheidet, sollte auch eine große Solaranlage nutzen, möchte man länger
als einen Tag wirklich autark stehen und alle Funktionalitäten uneingeschränkt nutzen. Fährt man eh
jeden Tag und hält sich nicht lange auf, ist die Kombi in Verbindung mit dem C-Tek-Lader absolut Top.

Wirklich verzichten kann man nach unserer Einschätzung auf die zusätzliche elektrische Variante der
Heizung. Zum einen verbrennt die Heizung den Diesel so leise und sauber, dass sich wirklich kein Mensch darüber beschweren wird, auch nicht auf engen Stellplätzen und zum anderen ist die
Heizung im Dieselbetrieb auch noch sehr schnell. An das kleine "Tik tok" der Pumpe gewöhnt man
sich so fix, wie an Omas Küchenuhr. Erst ist es ungewohnt, dann hört man es nicht mehr bewusst.

Zudem sind die Strompreise auch längst nicht auf allen Plätzen inklusive und so eine Elektroheizung
kann auch ordentlich ziehen. Bei 2 KW und einer kalten Nacht werden da schnell mal 15 kWh draus
(ein durchschnittlicher Haushalt braucht am Tag 9-10 Kilowattstunden), in Diesel wären das dann ein
bis zwei Liter, also irgendwo zwischen 1,35 Euro und maximal vielleicht 2,90 Euro. Zahlt man wirklich
60 Cent die Kilowattstunde ist man bei den 15 kWh fix bei 9 Euro. Das ist kein Verhältnis. Und damit
nicht irgendwann auf jedem Platz die Kilowattstunde 60 Cent kostet, denke ich, kann man auf dieses
Gimmick ganz gut verzichten und man kommt prima mit 2-3 Kilowattstunden pro Tag hin.

DOMO 520 Business

Hier könnte man vielleicht darüber nachdenken, die Sitzheizung, sofern verbaut, an die Bordbatterie
mit anzuschließen. Das hätte den Vorteil, dass wenn nur eine/r friert, auch nur für einen geheizt
wird, der Kuschelfaktor mit Wolldecke auf jeden Fall gegeben ist und man den Wagen zudem nicht
zum Schlafen wieder abkühlen lassen muss und die ganze Wärme wieder unnütz nach Außen
ablüftet.

Die innen liegenden Versorgungseinrichtungen sind sauber zu erreichen und relativ praktikabel.
Lediglich der Frischwassereinfüllstutzen könnte so angebracht sein, dass man zum Beispiel auch mit
größeren Füllkannen mal eben 10 Liter nachkippen kann. Geht leider nicht, weil man nicht soweit
kippen kann und an den Kühlschrank stößt. Also bleibt nur die Lösung "Schlauch" oder öfter mit der
1,5 Liter Flasche nachkippen. Geht auch. Beim Befüllen muss man aber auch immer wieder auf das
Panel nach dem Füllstand gucken, gerade bei der Schlauchvariante. Ist allein manchmal schwierig, ist
der Hahn weiter weg, ist es auch zu zweit manchmal etwas umständlich. Wäre hier nicht eine Lösung
analog zur Wassersäule an der Toilette denkbar? Geduld braucht man allerdings beim Wasserlassen.
Und zwar Abwasser. Hier plätschert es doch recht lang, bis der Tank leer ist. Ein größerer Ablass
wäre hier ganz praktisch.

Alles in Allem begeistert das Auto mit seiner Eleganz und Funktionalität. Es ist eine Reduktion auf das
Wesentliche auf sehr, sehr hohem Niveau, ohne hierbei spartanisch zu wirken. Der Wagen weiß zu
begeistern und zwar auf den zweiten Blick. Und das gefällt. Der Wagen ist nicht protzig, aber er
besticht, wenn man hinsieht. Der Entschluss war schnell gefasst, dass wir bei diesem Wagen keinen
anderen mehr brauchen. Und somit ist der Wagen Nutzfahrzeug, Hobby, Freizeit, Alltag, Urlaub,
Abenteuer.

Unser Domo 520 B. Feines Ding - Nette Grüße

 

DOMO bedankt sich für diesen ausführlichen Bericht, auf dessen Basis die genannten Punkte beseitigt wurden und über weitere Verbesserungen nachgedacht wurde. Ab November 2011 wird der Frischwassereinlauf, -überlauf und der Abwasserablauf in verbesserter Form eingebaut.

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