Unsere erste Familienreise mit unserem neuen DOMO

inzwischen haben wir unsere erste Familienreise (Ferienhaus in Italien) mit unserem neuen DOMO unternommen und bei dieser Gelegenheit zweimal zu fünft im DOMO übernachtet.

Insgesamt (und im direkten Vergleich zu unserem Vorgängermodell, California Exclusiv) ist der DOMO doch deutlich geräumiger, als er auf mich im ersten Moment gewirkt hat. Der komplette Umbau von Fahr- zu Schlafmodus ist auch bei Anwesenheit der kompletten Familie im Bus gut möglich (z.B. bei Regen). Lediglich das Verräumen von 2 Kindersitzen und einer Babyschale zum Umbau des unteren Bettes ist etwas komplexer, aber auch ohne Aussteigen möglich. Möbeloberflächen, Verarbeitung und Design finde ich nach wie vor sehr gelungen.

Die Heckquerbetten für die Kinder waren einer der Hauptgründe, warum wir uns für einen DOMO entschieden haben und sie sind in der Praxis genau so gut wie wir erwartet haben. Die Kinder sind begeistert und schlafen sehr gut in ihren Kojen. Die Lösung mit den Kunststoffpunktfedern ist sehr gelungen. Da mein Sohn mit vier Jahren noch klein genug ist, war auch noch Platz für eine Euro-Box mit Spielsachen im Fußbereich seines Bettes.

Das Hubbett wurde von meiner Frau und unserer 3 Monate alten Tochter genutzt, ich selber habe in Lübeck bei der Abholung einmal darauf geschlafen. Als Rausfallschutz haben wir am Kopfende des Bettes ein Bettgitter, welches unter die Matraze geklemmt wird, für die Nacht angebracht. Die Liegefläche ist dank der Bettverbreiterungen großzügig (insbesondere für einen Erwachsenen mit einem Baby) und - für Reisemobilverhältnisse - sehr angenehm, insbesondere wenn man in der Mitte liegt, da hier die Unterfederung mit dem Lattenrost am stärksten ist. Ich bin mal gespannt, wie es wird, wenn meine Frau und ich zu zweit oben liegen. Hier könnte ich mir vorstellen, dass mit einer Punktfederung wie in den Heckbetten ein noch besserer Schlafkomfort erreicht werden könnte. Mich würde mal interessieren, inwieweit eine Nach/Umrüstung hier möglich ist (sollte einfach sein, sofern der Bettboden belastbar genug ist, falls jedoch die Latten die tragenden Elemente sind müsste hier der Boden erst verstärkt werden, bevor die Kunststoffpunktfedern aufgebracht werden), sehe aber im Moment noch keinen Anlass zu Tat zu schreiten.

Große Skepsis hatte ich ja vor der ersten Nacht auf dem unteren Bett aufgrund der Mitnutzung des Fahrersitzes und der Stückelung des Bettes. Da wir uns schon für unser Vorgängermobil eine 4 cm starke viskoseelastische Matratzenauflage besorgt hatten, habe ich diese einfach miteingepackt (passt so grade zusammengerollt hinter die Lehne der Rücksitzbank) und zusätzlich verwendet. Der so entstandene Liegekompfort war sehr sehr gut - keine Rückenschmerzen, kein hin- und hergewälze in der Nacht. Ohne Viskoauflage wäre mir das untere Bett allerdings zu hart (obwohl die Polster ohne Auflage deutlich besser sind als die Umklapprückbank im California). Sehr angenehm ist es auch, wenn man mit dem Kopf zur Küche schläft, da dann die Füße auf dem Fahresitz zur liegen und die entsprechende Unebenheit nicht weiter stört. Allerdings ist das Brummen der in der Küche verbauten Kühlbox nachts dort sehr unangenehm, ich denke in Zukunft werde ich für die den Thermostaten der Kühlbox nachts etwas höherstellen und hoffen, dass wegen des Kältespeichers dann erstmal weniger Kühlzyklen notwendig sind. Alternaiv kann ich mir ja noch eine Schalldämmmung überlegen...

Insgesamt ist die Schlafsituation nun zu fünft im DOMO deutlich besser als zuvor zu viert im California.

Stauraum war ausreichend vorhanden, eine Reisetasche kam hochkant in den Kleiderschrank (einen Zwischenboden habe ich herausgenommen), eine Reisetasche unter den Tisch (paßt auch bei heruntergelassenem Tisch, in den Schränken hatte ich immer noch ausreichend Platz für alles mögliche. Im Kofferraum unter den Betten habe ich Kinderwagen und eine Eurobox untergebracht. Fahrräder auf der Hängerkupplung mit einem Atera Strada 3 DL AHK Träger (Öffnung der Hecktüren auch im beladenen Zustand möglich). Campingmöbel wird sicherlich ein Problem solange der Kinderwagen (= 2/3 des Kofferraums) noch mit muß, da muß ich mir nochwas überlegen (evtl. Schutzfolie auf unteres Bett und Campingmöbel unter der Fahrt dort lagern...

Der Sanitärraum erfüllt seinen Zweck, die Weiterentwicklung des Türhalters ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Messefahrzeug, inzwischen geht das Öffnen des Sanitärraums und das Einhängen der Tür schon sehr routiniert. Was mir bei der ersten Klobenutzung aufgefallen ist, ist der fehlende Klopapierrollenhalter (fürs erste habe ich ein Modell mit Saugnäpfen nachgerüstet). Etwas unpraktisch für die Kinder ist, dass sowohl Klo als auch Waschbecken verhältnismäßig hoch angebracht sind, evtl. muss ich hier noch einen Klapphocker für meinen Sohn einplanen.
Etwas unpraktisch finde ich den flachen Boden des Waschbeckens, wodurch eigentlich immer Wasser im Becken stehenbleibt, was umständlich ausgewischt werdn muss. Eine leichte Trichterform des Waschbeckenbodens wäre hier deutlich besser. Nachdem Sie das Waschebecken ja selber herstellen liesse sich das ja zukünftig eventuell ändern (evtl. sogar umrüstbar)?

Insgesamt sind wir mit unserem DOMO Ausbau bisher sehr zufireden und wir freuen uns auf den ersten richtigen Campingurlaub zu den Pfingstferien!


Noch ein paar Anmerkungen zum Basisfahrzeug (Sprinter mit 160 PS):
Im direkten Vergleich verliert er leider vom Fahrgefühl gegenüber unserem geliebten VW California (T4, 150 PS, 5 Zylinder) - man merkt den Lieferwagencharakter. Allerdings fährt er sich insgesamt doch sehr angenehm, die Beschleunigung auf der Autobahn ist auch ordentlich und ein Mitschwimmen im Verkehr ist gut möglich. Allerdings ist der Verbrauch sehr hoch, auf der Rückfahr von Lübeck hatte ich einen Verbaruch von 14 l / 100 km. Während unserer Italien Tour kam ich dank voller Autobahnen und entsprechend gemäßigterer Fahrweise (100 bis max. 130 km/h) auf einen Durchschnittsverbrauch von 10-11 l/100 km. Dies ist m.E. für ein Fahrzeug dieser Größe und Gewicht o.k., allerdings war unser 10 Jahre alter T4 hier etwas sparsamer.

Schade ist, dass der Sprinter anscheinend Kühlwasser verliert (schon 2 l nachgefüllt), da muss ich wohl nochmal in die Werkstatt...

Viele Grüße und nochmal vielen Dank ans Team für dieses tolle Fahrzeug,

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